Training week in Schweden

Paul Holzer


Da sich unser Projekt rasch entwickelt, waren wir die Woche vom 10. bis zum 15. Februar in Kiruna in Nordschweden um unsere aktuelle Version des SED von den Experten aus ganz Europa beurteilen zu lassen.

Unser Abflug war durch den Sturm Sabine gefärdet, jedoch sind wir glücklicherweise noch mit einem der letzten Flieger aus Frankfurt abgeflogen bevor der Sturm auch dort alles zum Stillstand gebracht hat. Der Rest der Reise war relativ entspannt auch Dank des vergleichsweise großen Fußraums und des guten Kaffes im Flugzeug. Wir sind dann um ein Uhr nachts nach Passieren der Security auf Esrange herzlich mit einem späten Mitternachtssnack empfangen worden bevor wir in unsere Betten kolabiert sind.

Die folgenden Tage haben wir größtenteils damit zugebracht den hochverdichteten Espresso aus Informationen einzunehmen, der uns so großzügig von den Referenten angeboten wurde, bestehend aus unter anderem Software-, Thermal- und Mechanikdesign, Schwedischen Sprichwörtern, deutschen, schwedischen und europäischen Raumfahrtaktivitäten, den Lebensgeschichten der Vortragenden und einer Menge and anderen wichtigen Informationen über das Rexus/Bexus-Programm. Wir haben die anderen Teams und ihre Experimente kennengelernt und während alle dem haben wir alle große wie auch kleine Makel an unseren SEDs entdeckt aufgrund der neu gewonnenen Kentnisse.

Auch wir haben schlussendlich unser SED präsentiert und verteidigt und sind wie alle nicht gänzlich ungeschoren davongekommen, jedoch war das Urteil gnädig mit uns. Offensichtlich ist dadurch eine Menge an Dingen hervorgegangen, die geändert oder hinzugefügt werden müssen, woran wir im Moment arbeiten, um unser SED für das Critical Design Review im Juni fit zu machen.
Selection Workshop

Obwohl das sicher alles nach einer Menge Stress klingt (,was ich nicht bestreiten will), hatten wir doch wundersamerweise auch ein wenig Freizeit. Mit den unglaublichen Massen an Schnee, die dort lagen kamen wir nicht umher einen neuen Raum für Meetings in einem Iglo zu bauen und haben das dann prompt Wüglo genannt, weil das genau ist wie phantasievoll wir sind, wenn es darum geht Dinge zu benennen, die wir gemacht haben.

An unserem letzten vollen Tag dort hatten wir die Gelegenheit das 30. Eishotel und die nahe Stadt Kiruna zu besuchen und erkunden, die uns nach den Tagen in Einsamkeit in der schönen Schneewüste ,die Nordschweden ist, wie eine wimmelnde Metropole vorkam.

Wir hatten außerdem das Glück einige sternenklare Nächte mit hellen Aurora Borealis zu erleben und haben es sogar geschafft eine Menge gute Fotos davon zu machen, bevor uns die Finger und Zehen abgefroren sind. Alles in allem waren wir sehr erfolgreich in unserer Mission soweit und hatte massig Spaß auf dem Weg.